REST: Die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird?

Die Technologien haben sich im Bereich der Webservices in den letzten Jahren weiterentwickelt. SOAP und REST sind dabei zwei verschiedene Antworten auf die gleiche Frage; die Sie vielleicht nie gestellt haben. Grundlegend sind beide Technologien eine Umsetzung von Webservices und beschreiben einen Stil in der Architektur und die Kommunikation von Maschine-zu-Maschine Systemen. Kurz: Beides sind Umsetzungen für eine Service-orientierte Architektur.

Was auf den ersten Blick sehr ähnlich aussieht kann auf den zweiten Blick sehr unterschiedlichen werden.

SOAP (das Simple Object Access Protocol) gibt es schon einige Zeit und hat sich in vielen Bereichen mittlerweile festgebissen. Gerade in Systemumgebungen, die vor Jahren schon längerfristig und breiter ausgelegt wurden. Vor allem, weil es damals noch kein REST gab. Ursprünglich von Microsoft entwickelt (basierend auf XML-RPC) gab es einen alternativlosen „Run“ auf SOAP. Und so findet man heute weiterhin Systeme, die auf SOAP basieren.

REST ist dagegen der frische Wind. Manche sagen: „Der neue Hype“. In einigen Fällen ist der Einsatz von REST deutlich einfacher, als der von SOAP; in anderen Fällen ist REST selbst das Problem und steht sich damit im Weg.

Beide Technologien (SOAP ist ein Protokoll, REST ist eine Architektur) haben ihre Vor- und Nachteile. Letztendlich ist dies eine Frage der benutzten Programmiersprache, der Umgebung (Linux/Windows-Server) und den Anforderungen der Anwendung. Man sollte sich nur schon im Vornherein klar sein, welche Vor- und Nachteile einem im Projekt dann nachher auch erwarten.

Mehr dazu auch in meinem Vortrag:

Moderne REST Infrastrukturen auf Linux und Windows